Drehkunst
Der am weitesteten verbreitete Werkstoff in der Drehkunst ist das Holz, man spricht daher auch von Kunstdrechseln. Die traditionsreiche Handwerkskunst entstand bereits in der Antike. Seit dem Mittelalter waren neben Holzdrechselarbeiten auch Elfenbein- und Hornarbeiten verbreitet.Gefertigt wurden traditionell Schmuck- und Dekorationsobjekte, Möbel und Spielwaren. Einen Boom erlebte die Drehkunst im Barockzeitalter, als kunstvoll gedrechselte, filigrane Möbelstücke in Mode kamen. Im Zuge der immer zahlreicheren Anforderungen wurden die Verfahren und Werkzeuge der Drehkunst immer stärker differenziert und verfeinert.
Kunstdrechseln ist Präzisionsarbeit: von Hand wird das Schneidwerkzeug an das an der Drehbank um seine Achse rotierende Werkstück herangeführt, für das Gelingen der Arbeit sind das genaue Treffen des für das Erzeugen der gewünschten Form erforderlichen Winkels und die Wahl des richtig geformten Schneidwerkzeugs entscheidend.
In der heutigen Zeit ist die Drehkunst kaum noch verbreitet. In ihrer Ausführungsvielfalt zeigt sich jedoch sehr viel Innovation; mit Hilfe von moderner Technik können auch harte Werkstoffe wie Metall und Kunststoffe künstlerisch bearbeitet werden.
